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Stiftung Kindergesundheit
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DZI Spenden-Siegel für Stiftung Kindergesundheit

Die Stiftung Kindergesundheit hat nach Prüfung ihres Antrags das DZI Spenden-Siegel durch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), Berlin erhalten.

In der Urkunde heißt es:

"Die Stiftung Kindergesundheit hat die Leitlinien zur Selbstverpflichtung spendensammelnder Organisationen als Grundlage ihrer Arbeit anerkannt. Sie hat alle dazu erforderlichen Angaben nach eigenem Bekunden richtig und vollständig gemacht und belegt. Diese wurden nach intensiver und umfassender Prüfung in das Wohlfahrtsarchiv des DZI aufgenommen.

Die Organisation ist berechtigt, das Spenden-Siegel zu führen."

Die Gültigkeit des Spenden-Siegels wird für ein Jahr zeitlich begrenzt vergeben und kann jährlich neu beantragt werden.

Weiter Informationen unter: "Aktuelles" >

Prävention: Alkonolmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen


Pressekonferenz v.l.n.r.: Prof. Berthold Koletzko, Stiftung Kindergesundheit, Bayer. Staatsministerin Christine Haderthauer, Georg Ehrmann, Deutsche Kinderhilfe e.V.

Pressemeldung der Stiftung Kindergesundheit zum Wissenschaftlichen Symposium: "Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen"

Ein gemeinsame Veranstaltung der Stiftung Kindergesundheit mit der Deutschen Kinderhilfe e.V., unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans

 

München 16. Juli 2010

"Die Zahl der mit Alkoholvergiftung in deutsche Krankenhäuser eingewiesenen Kinder und Jugendlichen hat in wenigen Jahren dramatisch zugenommen" sagte Prof. Dr. med. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit, bei der Wissenschaftlichen Fachtagung: "Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen" am 16.Juli 2010 im Dr. von Haunerschen Kinderspital im Klinikum der Universität München.

Die Zahl stieg von 9.500 im Jahr 2000 auf knapp 26.000 im Jahr 2008. 38 % dieser Kinder mit schwerer Alkoholintoxikation waren Mädchen und eine erschreckend hohe Zahl von mehr als 4.500 Kindern war im Alter von nur 10 bis 15 Jahren.

"Die Folgen einer Alkoholvergiftung sind bei Kindern und Jugendlichen gravierender als bei Erwachsenen", so Koletzko. Exzessiver Alkoholmissbrauch kann Kinder durch Unterkühlung, Unterzuckerung und Ersticken an Erbrochenem schwer schädigen.

Unter Alkoholeinwirkung tritt ein Drittel aller Verkehrsunfälle bei 15- bis 20-Jährigen auf, das Risiko für straffälliges Verhalten ist stark erhöht, und bei alkoholisierten Mädchen steigt das Risiko für sexuellen Missbrauch um das Dreifache.

 

Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer setzte sich bei der Münchener Tagung für stärkere Präventionsmaßnahmen ein: "Wir müssen alles tun, um das gezielte Kampftrinken, das bei Kindern und Jugendlichen immer jüngeren Alters grassiert, zu bekämpfen. Dabei sind aber zu allererst die Eltern in der Pflicht." Ministerin Haderthauer berichtete über in einigen bayerischen Kommunen durchgeführte Testkäufe durch Jugendliche, bei denen in über 50 % Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz festgestellt wurden.

 

Auch die an der Tagung teilnehmenden Experten befürworten eine Stärkung der Kompetenz junger Familien im Umgang mit Alkohol, bei dem klare Regeln gelten: Kinder bis zum Alter von 14 Jahren sollten überhaupt keinen Alkohol konsumieren. 14- und 15-Jährige können bei besonderen Anlässen wie Familienfesten oder an Sylvester mit den Eltern ein Glas Sekt, Wein oder Bier probieren. Ab dem Alter von 16 Jahren können Jugendliche Wein oder Bier konsumieren, während Schnäpse und andere Spirituosen erst im Erwachsenenalter toleriert werden.

 

Befürwortet werden auch Maßnahmen im öffentlichen Raum, die einem Missbrauch vorbeugen können. Dazu gehören die stärkere Überwachung der Verkaufs- und Abgabeverbote alkoholischer Getränke an Kinder und Jugendliche und die konsequente und empfindliche Bestrafung von Übertretungen, eine Begrenzung von auf alkoholische Getränke bezogene, an Jugendliche adressierte Werbung und Sponsoring, sowie ein Ende des nächtlichen Alkoholverkaufes z. B. an Tankstellen, so wie es mit präventiver Wirksamkeit in Baden-Württemberg und auch in vielen europäischen Ländern eingeführt wurde.

 

Informationen zum Programm

 

Kinder sollen körperlich und seelisch gesund aufwachsen können.

Kinder sollen körperlich und seelisch gesund aufwachsen können

Kinder sind unser höchstes Gut und unsere Zukunft. Ihre Gesundheit hat wesentlichen Einfluss auf die Entfaltung ihrer Talente und ihren Lebensweg. Die Gesundheit von Kindern hat sich in den letzten Jahrzehnten entschieden verbessert.

Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist der deutliche Rückgang der Kindersterblichkeit. Auch bei der Verbesserung und Erhaltung der Gesundheit von Kindern konnten dank neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse große Fortschritte erzielt werden. Dennoch bleiben gerade bei der Gesundheitsvorbeugung auch heute noch große Herausforderungen bestehen.

 

Deshalb setzt sich die Stiftung Kindergesundheit für eine verbesserte Gesundheitsvorbeugung ein, fördert die hierzu notwendige Forschung und die Verbreitung wissenschaftlich gesicherter Informationen für Ärzte und Familien mit Kindern. Unser Engagement gilt nicht nur Kindern mit besonderen gesundheitlichen Problemen. Die gewonnenen Erkenntnisse kommen allen Kindern und ihren Familien zugute.

 

Die Stiftung Kindergesundheit hat entsprechend ihrer Mission bereits eine Reihe wichtiger Initiativen zur Vorbeugung und Behandlung von kindlichen Erkrankungen auf den Weg bringen können: So engagiert sie sich unter anderem für die Allergieprävention, für die Ursachensuche und die Vorbeugung von Fehl- und Überernährung sowie für den Schutz vor Infektionen und angeborenen Fehlbildungen.

 

Ein weiteres Betätigungsfeld sieht die Stiftung Kindergesundheit im Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Vernachlässigung, Gewaltanwendung und sexuellem Missbrauch. Wir versuchen, durch Aufklärung, Ursachenforschung und Förderung von wissenschaftlich begleiteten Präventionsprojekten der Gewalt gegen Kinder vorzubeugen und dazu beizutragen, dass Kinder in Zukunft körperlich und seelisch gesund aufwachsen können.

 

Vorbeugen ist besser als heilen. Helfen Sie mit und untersützen Sie uns!

Ihre Stiftung Kindergesundheit